Überschreitung Nagelfluhkette | © DAV Wangen

Überschreitung gesamte Nagelfluhkette Senioren

22.06.2026

Zu Fuß/ mit dem Rad zum Treffpunkt Bahnhof. Mit dem Zug nach Oberstaufen und mit dem Bus bis Steibis. 

Der eingeplante Bus zur Hörmoos fährt montags nicht, dadurch verlängert sich die Tour bereits am Anfang erheblich und der Aufstieg bis zum Hädrich ist äußerst schweißtreibend. Nach Einkehr beim „Bilgeri“ auf dem Hädrich ist das erste Gratstück bis zum Falken recht alpin und teils ausgesetzt. Bei der herrschenden Hitze sind alle Anstiege anstrengend und erfordern reichlich Trinkpausen. Erfreulicherweise ist auf der gesamten Tour sehr wenig los und wir haben freie Bahn. Über Falken, Einegunt, Hohenfluhalpkopf und Sellekopg gehtes zum Staufnerhaus, wo wir sehr gut bewirtet werden und eine angenehme Nacht verbringen. Früh geht`s am nächsten Morgen nach ausgiebigem Frühstück noch angenehm im Schatten los und der Hochgratgipfel ist rasch erreicht. Der Tag wird wieder sehr heiß ist aber aufgrund der bereits früh aufschießenden schattengebenden Quellwolken und einem leichten Wind erträglich. Über das Rindalphorn, Güntlespitze, Buralpkopf, Sederer geht es bei teils anstrengenden, schweißtreibenden Anstiegen und steilen Abstiegen zum Stuiben. Häufige Trinkpausen sind obligatorisch. Die Aussichten in alle Richtungen laden immer wieder zum Stehenbleiben und fotografieren ein. Der Übergang vom Stuiben zum Steinberg ist ein wirlich beeindruckender Abschnitt mit teils versicherten, teils sehr ausgesetzten und unversicherten Gratabschnitten, der bei Trittsicherheit und Schwindelfreiheit alpinen Genuß aufkommen läßt. Vom Steinberg geht es auf gut ausgebautem Wanderweg über viele Stufen hinunter Richtung Bärenkopf und Mittag, der nach kurzem Gegenanstieg erreicht wird. Nach über 7 Stunden wartet dort der erste alkoholfreie Weizen und eine gemütliche Abfahrt ins Tal mit der nicht mehr ganz neuen Sesselbahn. Nach kurzem Marsch bei Gluthitze zum Bahnhof können wir unsere Tour und das Allgäu auf der Heimfahrt mit dem Zug an uns vorbeiziehen lassen.

Zufrieden und mit bleibenden Eindrücken von einer der schönsten und längsten Allgäuer Grattouren erreichen wir wieder den Bahnhof Hergatz bzw. Wangen, von wo es wieder zu Fuß/per Fahrrad nach Hause geht. 2 Bergtage auschließlich mit Öffis und fordernden Wetterbedingungen/ Temperaturen werden uns Senioren im Gedächtnis bleiben.

Jörg Maurus