Tessinquelle | © Teilnehmer/DAV Wangen

Vier Quellen - Vier Kantone

06.09.2026

Beim vierten (!) Anlauf hat es endlich geklappt! Bei bestem Bergwetter haben wir dem „Wasserschloß“ der Schweiz und seinen vier Quellflüssen die Referenz erwiesen. 

Rhein, Reuss, Tessin und die Rhone entwässern als Hauptabflüsse den allergrößten Teil der Schweiz, nur der Inn führt eigenwillig das Wasser des Engadins weit entfernt in das Schwarze Meer. Tag 1 brachte uns zum bekannten Tumasee am Oberalppass und damit zur Rheinquelle. Nach dem Piz Alv, dem Dreikantone-Eck Graubünden, Uri u. Tessin, hatten wir Unterkunft in der SAC Vermigel. Am Tag 2 war der Gotthardpass unser Ziel. Seit Urzeiten und bis heute der wichtigste Pass nicht nur für Verkehr und Handel, auch für napoleonische und russische Armeen. Die Reussquelle war das Zwischenziel am Tag 3, Tagesziel war die SAC Piansecco im Tessin. Nach 22 Kilometern empfing uns der sichtlich gut gelaunte Hüttenwirt mit wohltuenden Getränken und aufbauender Verpflegung. Am Tag 4 grüßten wir von der Tessinquelle aus die Adria, wohin sich der Tessin über den Po ergießt. Mit dem Zwischenziel des Nufenenpasses erreichten wir die Wasserscheide zwischen Tessin und Rhone und das Wallis. Beim Abstieg vom Nufenenpass Richtung Oberwallis feuerten wir einige Male die Freizeitradler des Alpenbrevet an. Wer unter den geneigten Lesern beim Alpenbrevet 2027 teilnehmen und Platin erringen möchte, dem sei vorab gesagt, dass lediglich 6800 Höhenmeter und lasche 230 Kilometer über die Pässe Susten, Grimsel, Nufenen, Lukmanier und Oberalp zu bewältigen sind.

Die Unterkunft dieses Tages sah uns in einem exquisiten Hotel mit allen Annehmlichkeiten.

Am fünften und letzten Tag ging es teils gemütlich, teils anstrengend der Rhone entlang Richtung Furkapass. Dort haben wir das Wallis wieder verlassen, nach kurzer Bus- und Bahnfahrt durch Uri hatte uns Graubünden wieder.

Dieter Henninger