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Frühjahrsskitouren im Engadin

„In der zweiten Tageshälfte Aufhellungen mit sonnigen Abschnitten“ – so lautete der Wetterbericht. Doch zuerst mal starten wir am Sonntagvormittag bei Nebel, kaltem Wind und Schneetreiben an der Alpe Güglia hinein in die Valetta dal Güglia. Unsere Ziel ist der 3016 m hohe Piz Chamuotsch. Solange die Konturen der umliegenden Berge einigermaßen erkennbar sind,ist die Orientierung nicht allzu schwer.

Wir kommen gut vorwärts und stehen nach gut 2 Stunden am Skidepot. In einer Felsrinne und am Gipfelgrat erklimmen wir unschwierig die letzten Meter. Erfreulicherweise hat sich das Wetter so weit gebessert, dass die umliegenden Gipfelziele vom Julierpass aus gut auszumachen sind. Der kalte Wind vertreibt uns jedoch bald von der Gipfelrast.

Zunächst erfolgt die Abfahrt zur Fuorcla Güglia 2891 m. Von hier aus locken dank Neuschnee zunächst herrliche Pulverschneehänge. Mächtig thront der Piz Julier über uns, während wir weiter talauswärts durch das Suvretta da San Murezzan im Firn bis nach Albana fahren, wo wir am Morgen schon ein Auto geparkt hatten. Bei Sonnenschein genießen wir nun die verdiente Rast bevor wir in unsere Unterkunft in St. Moritz fahren.

Nach dem wohlschmeckenden Abendessen treffen wir uns in der Piz Palü-Stube zum gemütlichen Beisammensein. Die Musik spielt auf – dank Dietmar, der seine Steirer-Orgel mitgenommen hatte- und wir singen kräftig mit. Unser Gesang bzw. die Örgelimusik erregt immer wieder die Aufmerksamkeit einiger Juhe-Gäste, doch zum Mitsingen getraut sich dann doch keiner.

Der zweite Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel und unser Weg führt uns nach Pontresina. Von dort steigen wir auf Richtung Piz Albris, zunächst auf hartgefrorenem, durch Abfahrtsspuren zerfurchtem Hang. Bald jedoch erreichen wir die Alp Languard mit einem faszinierendem Blick auf den „Festsaal der Alpen“ – wie Walter Flaig einmal die Berge um die Diavolezza genannt hatte. Es folgt ein langer Anstieg durchs Val Languard und nach einer Pause bei Lej Languard ziehen wir weiter über den Vadret d’Albris dem Wintergipfel 3137 m entgegen. Ein eisiger Wind bläst uns ins Gesicht. Joni, Katrin und ich besteigen durch eine steile Rinne noch den Hauptgipfel und schätzen uns glücklich , weil die Aussicht einfach fantastisch ist. Das Silberschloss des Piz Palü, die Bellavistaterrasse und der lange Morteratschgletscher liegen uns sozusagen zu Füßen. Nur der kalte Wind hält uns davon ab, länger hier zu rasten.

Die Abfahrt durch die Steilrinne ist nochmal eine Herausforderung, bevor wir die lange Fahrt talauswärts bis zur Alp Languard bei viel Gegenwind antreten. An der windgeschützten Seite der Alpe machen wir dann nochmals eine ausgiebige Rast und genießen die Sonne und die zauberhafte Landschaft. Die weitere Abfahrt nach Pontresina ist nun fast ein Genuss, denn die beinharte Piste vom frühen Aufstieg am Morgen ist mittlerweile aufgeweicht und wir können wieder bis zu unseren Autos abfahren. Bei einem Bier schaue ich lauter lachenden Augen ins Gesicht – ja, wir haben allen Grund zur Freude!

Ob wir am dritten Tag nochmals eine so tolle Tour hinkriegen? Nach dem ausgiebigen Frühstück fahren wir wieder heimwärts . Kurz vor dem Julierpass nochmals Stopp. Der Piz Lagrev steht noch auf dem Programm. Bei kaltem und strammem Wind schnallen wir unsere Skier an und steigen südwärts auf . Ein hartgefrorener Steilhang am Piz Polaschin erfordert unsere Aufmerksamkeit und gute Skitechnik. Bald haben wir diese Stelle hinter uns und legen nach weiterem Aufstieg über eine Rampe am Lej Lagrev eine kurze Rast ein, bevor wir den weiteren Anstieg in mäßiger Steilheit fortsetzen. Die letzten Meter sind wieder ziemlich steil. Nach gut zweistündigem Aufstieg erreichen wir den Wintergipfel und genießen wiederum die tolle Aussicht auf die Bergeller Berge, die Seenlandschaft des Engadins und die Berge der Bernina.

Drei herrliche Skitourentage liegen nun hinter uns und wir kehren zufrieden und mit einer Menge schöner Erlebnisse wieder nach Hause zurück. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Teilnehmer allesamt sehr gut zusammengepassst haben – auch ein Glück!