Rund um das Val Veddasca

Vom 26.-30.Mai 2013 war ich mit 6 immer gutgelaunten Berglerinnen im Bereich zwischen Lago Maggiore und Luganer See unterwegs.

Am ersten Tag sind wir um 11.30 Uhr in Zenna/Dirinella(197m) direkt an der Grenze bei bestem Wetter gestartet. Nach 3 Stunden waren wir über Monti di Pino am Stausee Lago Delio(929m) angelangt und haben zum großen Entzücken von Ursel direkt an der Staumauer gevespert und Siesta gehalten. Unser erstes Quartier, das Albergo Diana, war nur wenige Minuten entfernt. Vor dem Abendessen haben wir noch den Hausberg Monte Borgna(1162m) mit tollem Blick auf Luino und Cannobio bestiegen.

Nach kalter Nacht gings am Montag wiederum bei bestem Wetter nach La Forcora, von dort über den Passo Fontanarossa auf den Covreto(1594m) und den Monte Paglione(1554m), wo wir eine längere Pause einlegten, um zu vespern und die herrliche Landschaft mit Tiefblick auf den L.Maggiore und Locarno sowie die tiefverschneiten Berge zu genießen. Dabei haben im übrigen 7 Zecken neue Opfer gefunden. Von hier gings über S.Anna (1342m, eine Kapelle und angebaut ein einfaches Rifugio mit Lager und Herd)zur Alpe Cedullo(1287m) mit einer großen Ziegenherde und dann weiter auf den Monte Gambarogno(1734m) mit gutem Rundumblick über den weiteren geplanten Verlauf unserer Tour. Unten war unser zweites Nachtquartier mit der Alpe de Neggia(1395m).

Am nächsten Morgen war dicke Suppe, die Tour über den Monte Tamaro (1961m) zum Monte Lema (1620m) war damit nicht möglich. Wir sind dann immer wieder im Regen über Monti Idacca ins Val Giona zum Monti Sciaga(1154m) und schließlich nach Monteviasco (926m), einem autolosem Dorf, das inzwischen mit einer Seilbahn erreicht werden kann. In den verwinkelten Gassen war auch ein kleines Ristorante in dem wir eine Pause machten.

Diverse Telefonate, um ein Übernachtungsquartier (wäre auf dem Monte Lema gewesen)zu finden, führten zu keinem Erfolg, so dass wir etwas angespannt in Piero(639m) die Azienda agricultura Kedo anwanderten und dort spontan aufgenommen wurden. Die Unterkunft war gut eingerichtet und das Essen unübertroffen (Minestrone, verschiedene Käse von Ziege und Kuh, Schweineschinken, Rinderrauchfleisch, Vino rosso).

Am Mittwoch sind wir dick eingepackt bei Starkregen zuerst hinauf nach Biegno(892m), wo wir gesehen haben, dass die Tamaro-Lema-Region jetzt eingeschneit war, und von dort über Lozzo und jetzt wieder in der Sonne nach Armio(912m)und La Forcora(1200m). Nach längerer Einkehr im Rifugio Forcara (die Kleidung brauchte Zeit, um in der Sonne zu trocknen)mit Spaghetti und Vino machten wir uns auf den Heimweg zum Albergo Diana.

Am Donnerstag gingen wir bei schönem Wetter talwärts nach Bassone (528m), weiter nach Pino sulla sponga(293m)und, immer wieder von schönen Blütenpflanzen und Ausblicken auf den Lago aufgehalten, weiter zum Auto in Zenna. Nach einer Einkehr sind wir dann über den jetzt stark verschneiten San Bernardino in das schlechte nordalpine Wetter mit starken Regengüssen gefahren, was uns aber im Auto sitzend nicht "gejuckt" hat.