Skitouren im Naturparkgebiet Fanes-Sennes (Dolomiten)

Vom 10. bis zum 16. Februar waren wir, eine achtköpfige Gruppe, mit dem Tourenführer Hubert Weber im Naturparkgebiet Fanes – Sennes in den Dolomiten unterwegs.

Am Sonntag kamen wir gegen Mittag an der Pederühütte (1548 m) in den Dolomiten an.

Von dort begann der Aufstieg zu unserer ersten Unterkunft: der Faneshütte (2060 m). Traumhaftes Wetter, aber klirrende Kälte begleiteten unseren Weg. Das führte auch dazu, dass sich nach Ankunft auf der Faneshütte ein Teil der Gruppe auf der Sonnenterasse niederließ, während sich der andere Teil den Aufstieg auf den Wintergipfel der Neunerspitze nicht nehmen ließ – und dafür mit der ersten tollen Abfahrt belohnt wurde.

Das anschließende Abendessen zeigte uns, dass unser Tourenleiter Hubert Weber die richtige Unterkunft gewählt hatte.

Am zweiten Tag blieb uns zwar die Kälte erhalten, der Sonnenschein wurde aber leider durch Nebel und Wind ersetzt. Dennoch starteten wir nach dem Frühstück in Richtung Monte Castello (2760 m). Über eine weite Hochebene und einen kurzen steileren Anstieg erreichten wir eine Biwakschachtel am Fuße des Gipfels. Bei einsetzendem Schneefall machten wir noch einige schöne Schwünge im Pulverschnee und freuten uns auf die warme Hütte...

Aufgrund von schlechten Witterungsverhältnissen und einem heimtückischen Skischuhdieb (der sich ausgerechnet unseren Tourenführer als Opfer auserwählt hatte) begannen wir den dritten Tag mit einer von Hubert vorbereiteten LVS-Übung. Dabei wurde allen Teilnehmern deutlich, wie wichtig eine Wiederholung und Automatisierung der Suchabläufe ist.

Gegen Mittag brachen wir in Richtung Col Toronn (2459 m) auf. Wir waren dankbar, dass unser Tourenführer Huber im teilweise dichten Nebel für uns den richtigen Weg zurück zur Hütte suchte. Ein Teil der Gruppe stieg nach dem Col Toronn in Richtung Neunerspitze auf, um eine Pulverschneeabfahrt zu genießen.

Der nächste, wieder traumhaft sonnige Tag begann mit der Abfahrt zur Pederühütte. Von dort aus stiegen wir zu unserer zweiten Unterkunft, der Senneshütte (2116 m), auf. Der Aufstieg führte uns durch eine wunderschöne frisch verschneite Winterlandschaft. Nach einer kleinen Stärkung in der Hütte erkundeten wir noch die Hänge des Hausbergs (Col de Lasta, 2297 m) und rund um die Hütte. Der tolle Pulverschnee ließ uns schon auf die nächsten Tage hoffen... Und auch das anschließende Abendessen ließ nichts zu wünschen übrig.

Am fünften Tag machten wir uns in Richtung kleinem Seekofel (2750 m) auf. Leider waren einige Gruppenmitglieder inzwischen durch eine kursierende Erkältung eingeschränkt bzw. ans Bett gefesselt. Für uns anderen war aber die Durchquerung der Sennes-Hochfläche und der Aufstieg auf einen beeindruckenden Gipfel ein Erlebnis. Den fehlenden Abfahrtspaß vom kleinen Seekofel machten wir mit einem Aufstieg auf die Senneskarspitze (2659 m) wieder wett. Unser Tourenführer hatte dort eine Traum-Pulverschneeabfahrt ausgekundschaftet. Abgerundet wurde der Tag durch den Hausgipfel.

Für den sechsten Tag wählte Hubert den Monte Sella de Sennes (2787 m). Wir stiegen über Mulden und Kuppen, dann über steiler werdendes Gelände auf den Gipfel. Über eine zunächst steinige, später pulvrige Abfahrt kehrten wir zurück auf die Hochebene. Von dort aus bestieg ein Teil der Gruppe noch den Riciogogn (2650 m). Deutlich zu hörende Wumm-Geräusche vergegenwärtigten ihnen dabei eine immer präsente Lawinengefahr.

Am letzten – wieder wundervoll sonnigen – Tag bestiegen wir über harschigen Schnee den C. Lavinores (2462 m) – für eine Abfahrt nicht sehr verheißungsvoll. Doch Hubert kundschaftete einen pulvrigen Nordhang aus. So konnten wir die Skitourenwoche mit einer grandiosen Abfahrt ausklingen lassen.

 

Ein großes Dankeschön gilt unserem Tourenführer Hubert, der tolle Touren für uns ausgewählt und seine Erfahrungen in Sachen Lawinenkunde an uns weitergegeben hat. Alles in allem war dies eine wundervolle Skitourenwoche, die sicher noch allen lange im Gedächtnis bleiben wird.