Skitour Riedkopf 2.552m

Sonntag 01.04.2012

Es ist kein Aprilscherz heute! Wir brechen bereits um halb sechs bei trübem Wetter mit Helmut Keller nach Gargellen auf. Schon um viertel nach sieben starten wir in einer dicken Nebelsuppe vom Parkplatz, in der Hoffnung, dass sich bald die angesagte Wetterbesserung durchsetzt.

Wir steigen am Rand der Skipiste auf. Um diese Uhrzeit herrscht hier noch kein Skibetrieb. Wir ziehen vorbei an der Gargellner Alpe und orientieren uns immer entlang der präparierten Piste. Auf einer Höhe von ca. 2.000m verlassen wir diese und versuchen uns durch den eher noch dichter werdenden Nebel durchzuschlagen. Wie sich bald herausstellt funktioniert dies bei solchen Bedingungen überhaupt nicht. Wir wechseln wieder zurück auf die Piste und entscheiden uns in der Bergstation der Schafbergbahn zuerst mal eine ausgiebige Pause zu machen, um auf besseres Wetter zu warten. Tatsächlich klart das Wetter nach einer Stunde soweit auf, sodass wir einen weiteren Start wagen können. Jetzt ist die Wegfindung ein Kinderspiel und wir erreichen bald das St. Antönier Joch. Hinter dem Joch gehen wir einige Höhenmeter hinunter und steigen über mäßig geneigtes Gelände hinauf zum Vorgipfel wo wir unsere Ski deponieren. Die letzten Meter überwinden wir zu Fuß und gelangen in wenigen Minuten über den Grat auf den Gipfel des Riedkopfs. Das Wetter wird nun immer besser und für die Abfahrt herrschen beste Firnverhältnisse. Uns gefällt es so gut, dass wir noch 300 Höhenmeter in Richtung St. Antönien abfahren. Dies bedeutet zwar wieder anfellen und aufsteigen, aber das ist es uns wert. Vom Joch und zurück zur Piste auf Gargellener Seite ist es nochmals purer Abfahrtsgenuss. Das lässt uns die letzten Meter im Sulz, zurück zum Parkplatz, gleich wieder vergessen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten am Morgen hatte keiner mehr mit einer solchen traumhaften Tour gerechnet.