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Wintermärchen im Gsieser Tal

Endlich hat’s geklappt! Nachdem ich die Skitourenwoche im vergangenen Winter mangels Schnee absagen musste, wurden wir diesmal mit rekordverdächtigen Schneemengen belohnt – oder konfrontiert – je nach Sichtweise.

Schon auf der Anreise führte uns die erste Tour im Valsertal beim Brennerpass auf die Vennspitze. Bei eisigem Wind starteten wir beim Gasthof Steckholzer und zogen unsere Spur in herrlichem Pulverschnee durch lichte Lärchenwälder hinauf zur Einsattelung zwischen Padauner Berg und Vennspitze. Dort war Skidepot angesagt, denn die stürmischen Winde der vergangenen Tage hatten den Grat zur Vennspitze abgeblasen. Nach kurzer Rast ging’s mit genussvollen Schwüngen hinunter zur Einkehr in der wohlig warmen Gaststube des Steckholzers.

Am zweiten Tag starteten wir von unserer Unterkunft nach kalter Nacht zum Rotlahner.  Durch tief verschneiten Wald zieht der Weg zunächst auf einer Forststraße (Rodelbahn), später durch eine Steilstufe zur Kasermähderalm. Dort war bei strahlendem Sonnenschein die erste Pause angesagt. Auf dem Weiterweg zum Heimwaldjöchl konnten wir mehrere Lawinenabgänge der vergangenen Tage wahr nehmen und staunten über den z.T. enormen Auslaufbereich. Die Gipfelrast auf dem Rotlahner mit einer fantastischen Sicht in die Sextener Dolomiten fiel wegen des kalten Windes wieder nur kurz aus. Dafür hatten wir bei der anschließenden Abfahrt über traumhafte Pulverschneehänge Skifahrergenuss pur. Die anschließende Einkehr in der Stumpfalm auf der Sonnenterrasse war dann das I-Tüpfelchen an diesem tollen Tourentag.

Im Gegensatz dazu hatten wir am dritten Tag mit schlechter Sicht zu kämpfen. Der Anstieg zum Fellhorn musste ich bei der Pfinnscharte abbrechen, da umfangreiche Triebschneeansammlungen ein Weitersteigen mit der gesamten Gruppe als zu riskant erschien. Bei der Pfinnalm nutzten wir dafür die Zeit mit einer LVS-Suchübung. Natürlich unterstützten wir die örtliche Almgastronomie mit einer Einkehr in der Astalm mit einem überaus gut gelaunten, wortwitzigen und netten Hüttenwirt.

Auch am nächsten Tag zwang uns das Wetter zur reduzierten Tourenplanung. Der Forstweg zur Uwaldalm  mit stetig gleichbleibender Steigung war für sich schon eine medidative Angelegenheit. Nach einer Aufwärmpause stiegen wir noch die schön geneigten Hänge über der Alm hinauf bis wir schließlich im“Whiteout“ standen. Bei diesen Verhältnissen führte die Abfahrt gezwungenermaßen an der Aufstiegsspur entlang. Nach der Abfahrt auf der Rodelbahn bis zur ersten Kehre erfolgte ein weiterer Anstieg auf einem Forstweg und über kupiertes Almgelände hinauf zur bereits bekannnten Stumpfalm. Nach erneutem Aufwärmen fuhren wir über die Rodelbahn zurück zu unserer FeWo.

Die durch die erneuten Schneefälle und stürmischen Winde verschärfte Lawinensituation machte eine Abkehr von den ursprünglichen Tourenzielen erforderlich. Nach einer angesetzten Sondierübung  bei unserer Unterkunft entschieden wir uns für die Tour auf den Lutterkopf und weiter zum Durakopf. Der Aufstieg durch den tief verschneiten (Märchen-)Wald zum Lutterkopf und weiter zum Durakopf bei strahlend blauem Himmel wurde garniert mit einer umfassenden Aussicht zum Kronplatz, Pragser und Sextener Dolomiten.  Die anschließende Einkehr in der Taistner Sennhütte und im Mudlerhof rundeten diesen Tag ab.

Der letzte Tag führte uns noch zum Kaklsteinjöchl. Durch die nordseitige Exposition erfolgte der Anstieg über die Tscherniedalm bis zu einem Hirtenunterstand in bestem Pulverschnee. Von dort ab ließ die Schneequalität aufgrund des starken Windeinflusses zu wünschen übrig. Auch auf dem Joch blies ein kräftiger, kalter Wind, der eine gemütliche Vesperpause vereitelte.  Somit fand die Mittagspause in unserer FeWo statt.

Auf der anschließenden Heimfahrt ließen wir unsere Erinnerungen und Eindrücke von dieser erlebnisreichen Woche noch mehr als einmal Revue passieren.