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Klettersteige im Stubaital

 
Wetterhalber mussten wir den Start um eine Woche verschieben und starteten so am Dienstag, 21. Juni zuerst mit einem kurzen KS, um uns wieder neu an die Anforderungen zu gewöhnen und uns mit den sicherheitsrelevanten Ansprüchen und Standards zu beschäftigen. Dazu war der Lehner Wasserfall-KS im Ötztal genau der richtige, denn seine Schwierigkeiten liegen bei B und C, nur eine kurze Stelle ist D, die aber umgangen werden kann. Seit zwei Jahren bietet er mit der Erweiterung direkt am Wasserfall im D/E-Bereich eine interessante Herausforderung für alle, die genügend Armkraft besitzen und eine gute Portion Ausgesetztheit vertragen. Ein paar von uns ließen sich diesen „Kitzel“ nicht entgehen.
Noch am gleichen Tag stiegen wir dann von Neustift auf die Elferhütte auf, um dort zu nächtigen. Die Aussicht von diesem Aussichtsbalkon über dem Stubaital ist schon der Aufstiegsmühen wert. Am frühen Morgen machten wir uns dann auf den Weg zum Elferturm-KS und anschließender Überschreitung des Elfersteiges bis zum Zwölfernieder, einer Scharte zwischen Elfer- und Zwölferspitze. Die Kletterei war sehr abwechslungsreich und stets von einer tollen Aussicht in die Stubaier Bergwelt begleitet. Nach einem Abstieg ins Pinnistal zur Karalm, wo wir eine verdiente Pause einlegten, ging es knapp 2 Stunden wieder bergauf zur Innsbrucker Hütte, wo uns der Blick auf die Tribulaune sofort in den Bann zog. Andertags In der Früh marschierten wir dann südseitig um die Kalkwand herum zum Einstieg des Ilmspitz-KS, der mit der Schwierigkeit B, überwiegend C und einer kurzen Passage D aufwartet. Nach gut zwei Stunden erreichten wir den Gipfel mit einer wiederum fantastischen Aussicht in die Stubaier-, Tuxer-, Zillertaler Alpen, sowie ins Karwendel bis ins Wetterstein mit der Zugspitze.
Der Abstieg hielt dann mit ein paar schnellgefüllten Rinnen doch noch einige Überraschungen bereit. Gut, dass ich ein Seil dabeihatte, um Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, denn stellenweise waren die Sicherungsseile noch unter dem Schnee begraben. Weil’s hier oben so schön ist, blieben wir noch eine Nacht auf der Innsbrucker Hütte und begaben uns erst am frühen Morgen nach dem Frühstück auf den Abstieg ins Pinnistal, wo wir mit dem bestellten Shuttlebus talaus nach Neustift
zu unseren Autos fuhren. Für diesen letzten Tag hatten wir uns den Innsbrucker Klettersteig vorgenommen, ein grandioser Gratgang, hoch über Innsbruck.
Dank der Seilbahn zum Hafelekar bleiben die Anstrengungen im Rahmen. Auch hier wieder genossen wir eine umfassende Aussicht, ähnlich der auf der Ilmspitze am Tag zuvor.
Vier Tage schönes Bergwetter, vier Tage gespickt mit neuen Erlebnissen, vier Tage in harmonischer Bergkameradschaft unterwegs – was will man mehr?!