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Einsame Gipfelziele im Hochstubai

17.07. – 19.07.2015

  1. Tag: Es war eine schweißtreibende Anfahrt bei Temperaturen bis zu 39,5 °C zur Mutterbergalm im Stubaital. Aufgrund des vorausgesagten Gewitters beschlossen wir den Weg zur Dresdner Hütte mit der Bahn zurückzulegen. Die Entscheidung war genau richtig, denn kaum waren wir bei der Hütte angekommen, fing es ziemlich heftig an zu regnen.
  2. Tag: Da der Wetterbericht für nachmittags schon wieder schwere Gewitter voraussagte, waren wir gezwungen den Aufstieg zum Eisjöchel mit der Bahn zu überbrücken. Unser Weg zur Hochstubaihütte führte uns über die Schaufelspitze (3.333 m), danach Übergang zum Schussgrubenkogel (3.211 m). Über den Südgrat bestiegen wir den kleinen Isidor (3.183m), danach sind wir wieder zum Eisjöchel abgestiegen. Von dort querten wir den Warenkarferner und erklommen in steilem Aufstieg die Warenkarscharte. Von dort Abstieg über den Wütenkarferner und anschließender Aufstieg zur Warenkarseitenspitze (3.345 m), Auf unserem Abstieg zur Hochstubaihütte bewältigten wir verblocktes, steiles Gelände und genossen auf dem Hohen Nebelkogel (3.211 m) noch eine wunderbare Aussicht. Auf der Hochstubaihütte (3.173 m) erlebten wir fantastische Wolkenspiele und ein beeindruckendes Abendrot.
  3. Tag: Da die Wetterlage weiterhin sehr labil war und bereits für vormittags Schauer und Gewitter angesagt waren, verließen wir die Hütte bereits um 6.30 Uhr Richtung Wütenkarscharte. Die Wütenkarspitze (3.206 m) war für die wilden, unbezähmbaren Dreitausendersammler natürlich einen Abstecher wert. Aus Sicherheitsgründen wurde erneut angeseilt und die Steigeisen aufgezogen. Die Querung über den mit Spalten übersäten Sulztalferner erforderte diese Maßnahme. Nach einem schweißtreibenden, sehr steilen Aufstieg erreichten wir das Daunjoch. Glücklicherweise zeigte sich das Wetter besser als gemeldet, sodaß wir den Aufstieg zum Hinteren Daunkopf (3.225 m) noch wagten. Eine fantastische Aussicht in die gesamten Stubaier und Ötztaler Alpen bis ins Karwendel war der Lohn für die Mühen. Einen großen Teil des Abstiegs zur Dresdner Hütte konnten wir ausgelassen auf einem Schneefeld hinunterwedeln. Ein kühles Bier im Sonnenschein und die anschließende Talfahrt beendete eine erlebnisreiche 3-Tagestour.

Ein großes Dankeschön an unseren Tourenleiter Hubert Weber für all die schönen Gipfel und eine fantastische Betreuung.