Burgentour

Home/Info Nach oben

Letzte Änderung: 09.05.2008

 

16 Sektionsmitglieder gehen auf Burgenwanderung

 

Am  Samstag, 26. April war eine Wanderung zu fünf verschiedenen ehemaligen Burganlagen ganz in der Nähe von Wangen und zwar im Bereich von Opfenbach / Lindenberg angeboten worden. Horst Mittmann führte 16 interessierte Mitglieder, allesamt Senioren, zu den im steilen Waldgelände  versteckten Gedenksteinen. Ausgangspunkt war das Kloster in Mellatz bei Opfenbach. Gleich ging es richtig zur Sache, das heißt, es ging durch weglose und steile Tobel im Wald hinauf zur ersten Burganlage, Burg Biesenberg auf einem steilen Bergkegel.  Außer einem noch erkennbaren Burggraben sieht man allerdings nur noch den typischen Gedenkstein mit der Inschrift:

Burg Biesenberg, 1173 Hortolf von Pisenperch,  Welfischer Dienstmann

 

Weiter ging die Tour meist im Wald Richtung Ratzenberg. Wieder an einem Bergabhang stand die Burgstelle Ratzenberg mit schöner Aussicht auf das Alpenvorland in Richtung Wangen. Auch hier steht wieder ein Gedenkstein mit der Inschrift:

 

Burgstelle Ratzenberg

Dr. Mathäus Ratzenberger

1538 Leibarzt und Berater des Kurfürsten von Sachsen

und Freund des Dr. Luther

 

 

 

Bei Burgstelle Tannenfels

 

 

Ab hier ging es vorbei an der kleinen Kapelle in Ratzenberg, dann meist auf Waldwegen zur nächsten Burgstelle Tannenfels, mitten im Wald, wieder auf einem steilen Bergkegel. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet:

Burgstall auf dem Tannenfels, aus unbestimmter Zeit

 

 

 

 

Hier entstand auch das  Foto

 

 

Im Wald ging es weiter abwärts nach Schrundholz. Etwas oberhalb der Höfe steht auf einer Lichtung der Gedenkstein des Burgstalls Schrundholz mit folgender Inschrift:

 

Burgstall Schrundholz von St. Galler Dienstmannen

1269 Diakon Rudolf von Scrutholfs in Kempten

1332 Ulrich von Schrutollf – 1398 aufgelassen

 

Nach Schrundholz ging es wieder mal durch einen Tobel. Aber dieses mal auf einem Wanderweg mit einer eisernen Brücke. So gelangten wir nach Heimen, einem Teilort von Opfenbach. Auch hier stand einmal eine Burg. Heute zeugt nur noch der Gedenkstein von ehemaligen Rittertum. Die Inschrift lautet:

 

Rest des Burgstalles Heimen

einst Nebenlinie derer von Schrundholz,

dann bis 1398 der von Hochdorf, erwähnt noch 1437

 

Dies war nun der fünfte und letzte Burgstall ( Burgstall bedeutet Burgstelle)

auf unserer Wanderung. Über Litzis, natürlich noch mal durch einen kleinen Tobel,  führte uns ein Weg zurück zum Kloster Mellatz zu den geparkten Autos.

Bei schönen Wanderwetter waren wir sechs Stunden unterwegs. Alle waren zufrieden und auch begeistert.

Zum Schluß gab es noch eine gemütliche Einkehr in Opfenbach.

 

Resümee: Schon im Mittelalter war unser schönes Allgäu bei den alten Rittersleuten bekannt und beliebt.

 

Horst Mittmann

 

Seitenanfang