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Sektionsmitglieder gehen auf Burgenwanderung
Am
Samstag, 26. April war eine Wanderung zu fünf verschiedenen
ehemaligen Burganlagen ganz in der Nähe von Wangen und zwar im Bereich
von
Opfenbach / Lindenberg angeboten worden. Horst Mittmann führte 16
interessierte Mitglieder, allesamt Senioren, zu den im steilen Waldgelände
versteckten Gedenksteinen. Ausgangspunkt war das Kloster in Mellatz bei
Opfenbach. Gleich ging es richtig zur Sache, das heißt, es ging durch
weglose und steile Tobel im Wald hinauf zur ersten Burganlage, Burg
Biesenberg auf einem steilen Bergkegel. Außer einem noch
erkennbaren Burggraben sieht man allerdings nur noch den typischen
Gedenkstein mit der Inschrift:
Burg
Biesenberg, 1173 Hortolf von Pisenperch,
Welfischer Dienstmann
Weiter
ging die Tour meist im Wald Richtung Ratzenberg. Wieder an einem
Bergabhang stand die Burgstelle Ratzenberg mit schöner Aussicht auf das
Alpenvorland in Richtung Wangen. Auch hier steht wieder ein Gedenkstein
mit der Inschrift:
Burgstelle
Ratzenberg
Dr.
Mathäus Ratzenberger
1538
Leibarzt und Berater des Kurfürsten von Sachsen
und
Freund des Dr. Luther

Ab
hier ging es vorbei an der kleinen Kapelle in Ratzenberg, dann meist auf
Waldwegen zur nächsten Burgstelle Tannenfels, mitten im Wald, wieder auf
einem steilen Bergkegel. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet:
Burgstall
auf dem Tannenfels, aus unbestimmter Zeit
Hier
entstand auch das Foto
Im
Wald ging es weiter abwärts nach Schrundholz. Etwas oberhalb der Höfe
steht auf einer Lichtung der Gedenkstein des Burgstalls Schrundholz mit
folgender Inschrift:
Burgstall
Schrundholz von St. Galler Dienstmannen
1269
Diakon Rudolf von Scrutholfs in Kempten
1332
Ulrich von Schrutollf – 1398 aufgelassen
Nach
Schrundholz ging es wieder mal durch einen Tobel. Aber dieses mal auf
einem Wanderweg mit einer eisernen Brücke. So gelangten wir nach Heimen,
einem Teilort von Opfenbach. Auch hier stand einmal eine Burg. Heute zeugt
nur noch der Gedenkstein von ehemaligen Rittertum. Die Inschrift lautet:
Rest
des Burgstalles Heimen
einst
Nebenlinie derer von Schrundholz,
dann
bis 1398 der von Hochdorf, erwähnt noch 1437
Dies
war nun der fünfte und letzte Burgstall ( Burgstall bedeutet Burgstelle)
auf
unserer Wanderung. Über Litzis, natürlich noch mal durch einen kleinen
Tobel, führte uns ein Weg zurück zum Kloster Mellatz zu den
geparkten Autos.
Bei
schönen Wanderwetter waren wir sechs Stunden unterwegs. Alle waren
zufrieden und auch begeistert.
Zum
Schluß gab es noch eine gemütliche Einkehr in Opfenbach.
Resümee:
Schon im Mittelalter war unser schönes Allgäu bei den alten
Rittersleuten bekannt und beliebt.
Horst Mittmann